Stadtflucht – eine Ausstellung mit Ölmalerei und Aquarellen von Kai Ulrich Liedtke

Stadtflucht von Kai Ulrich Liedtke, Aquarelle und Ölmalerei in der Kasugallery

 

Kai Ulrich Liedtke

 

Im März und April 2018 präsentieren wir in den Räumlichkeiten unserer Galerie München, Kasugallery eine Ausstellung mit Werken von Kai Ulrich Liedtke. Ausstellungsbeginn ist am 5. März. Die Ausstellung ist von  Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und am Samstag von 11 bis 14:30 Uhr zu besichtigen. Zu sehen sind während dieser Zeit Ölmalerei und Aquarelle des Künstlers unter dem Motto „Stadtflucht“. Der Titel der Ausstellung ist vieldeutig und kann Flucht aus dem Urbanen in die Landschaft und wieder zurück in den Stadtraum ebenso meinen wie die großen oder kleinen Fluchten des modernen Stadtmenschen. Auch Assoziationen zu „flüchtig“ im Sinne von Momentaufnahme und vergeblichem Festhalten des Augenblicks sind vom Künstler durchaus gewollt: Einer eindeutigen Interpretation verweigert sich Kai Ulrich Liedtke, von Hause aus Architekt und als solcher freiberuflich in München tätig, bewusst. Der Maler gestaltet seine um das Thema „Stadtflucht“ kreisenden Bilder als kleine Erzählungen jenseits einer starren Interpretation mit viel Raum für eigene Deutung durch den Betrachter. Genau beobachtendes, bildhaftes Kopfkino, umgesetzt in Kunst, so ließe sich die Malerei von Kai Ulrich Liedtke auf den Punkt bringen.

Nach dem Studium der Architektur in Augsburg und Chicago als Architekt in München

Geboren wurde Kai Ulrich Liedtke 1971 in West-Berlin. Nach Kinder- und Jugendjahren in Bayern und Indonesien sowie dem Abitur in Lindau am Bodensee studierte Liedtke nach Wehrdienst und Weltreise ab 1992 Architektur in Augsburg und den USA (Chicago, Illinois). Nach dem Studienabschluss 1999 wählte der junge Architekt München zu seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt, wo er seit 2002 in eigenem Büro selbstständig wirkt. Die Tätigkeit als Architekt spiegelt sich auch in den Arbeiten als Maler wieder, die Stadt oder die Abwesenheit von Stadt, Häuser und Straßen aus ungewöhnlichen Perspektiven sind wiederkehrende Motive. Aber auch verlassen und menschenleer wirkende Landschaften mit wie Fremdkörper wirkenden Eingriffen des Menschen wie Autobahnen oder Windräder bestimmen die Bilderwelt des sensibel seine Umwelt beobachtenden Künstlers. Menschen kommen in diesen auf den ersten Blick befremdlich wirkenden Szenarien eher selten vor. Teilweise erinnern die Bilder in ihrer gleichzeitig sehr realen und doch unterschwellig surrealen Traumverlorenheit an Arbeiten des amerikanischen Malers Edward Hopper. Wie der Kollege aus Manhattan ist auch der Maler aus München in seinen Bildern gleichzeitig ein Bewunderer und ein Kritiker der westlichen Zivilisation.

Das Banale und das Abseitige nur auf den ersten Blick alltäglicher Motive

Das Banale und auf den ersten Blick Alltägliche der Motive wie ein Luxusauto vor einem Ladengeschäft oder die leere Autobahn mit Brücke vor der aufgehenden Morgensonne wirkt auf den zweiten Blick beinahe abseitig mit irritierender Wirkung. Die Alltagsarchitektur, die der Maler Kai Ulrich Liedtke aus seinem Hauptberuf als Architekt nur allzu gut kennt, wird in ihrer scheinbaren Banalität plötzlich Quelle für Unerwartetes. Und die Frage stellt sich dem Betrachter: Was erwartet uns, wenn wir in einer Stadt um die nächste Ecke biegen und nicht wissen, was auf uns zukommt? Deuten will der Maler dabei nichts, lediglich erzählen, wie er es ausdrückt, und beim Anschauen seiner Bilder viel Raum für eigene Reflexionen lassen. Der flüchtige Moment, der Augenblick, der verweilen soll, aber immer schon auf der Flucht ist, bevor wir ihn – vergeblich – festhalten wollen, das sind die großen, existentiellen Themen des Künstlers. Dabei wählt der Maler mit dem architektonisch geschulten Auge auch kühne Blickwinkel und Motivausschnitte, die uns beim Versuch einer Interpretation endgültige Antworten verwehren. Das macht diese nur auf den ersten Blick alltäglichen Bilder in ihrer unterschwelligen Vielschichtigkeit als Angebot an den Betrachter so spannend.

Entwicklung der Bilder von Stadtmotiven zu stillen Landschaften

Die Auswahl der in unserer Galerie München präsentierten Arbeiten als Ölmalerei sowie Aquarell spiegelt eindrucksvoll die Entwicklung des Malers Kai Ulrich Liedtke von reinen urbanen Stadtbildern zu einer neuen Hinwendung zur Landschaft als Motiv. Die neueren Bilder mit ihrer zunehmenden Abkehr von reiner Stadtarchitektur wirken dabei meditativer und tiefer als Ausdruck stiller Reflexion.

Die Ausstellung „Stadtflucht“ mit Arbeiten von Kai Ulrich Liedtke ist ab 5. März bis Ende April jeden Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 14.30 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 08928787615 oder Info@Kasugallery.com zu sehen. Mehr über Kasugallery.com

Und hier geht es direkt zum Künstler https://www.kaiulrichliedtke.com/

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Susanne Stelzl

Comments

  1. […] Ausstellung „Stadtflucht“ von Kai Ulrich Liedtke ist noch bis 04.05.2018 in unseren Räumen in der Theresienstraße 19 / Eingang Fürstenstraße in […]

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